You’re under attack

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Die aktuelle Banwelle zieht ihre Kreise. Laut Niantic wurden jetzt Maßnahmen ergriffen um den TOS von „Ingress“ nachzukommen. Nachdem 2 Liste, eine mit RES-Agenten und eine mit ENL-Agenten, veröffentlich wurden, die offensichtlich „gegen die Regeln“ gespielt haben, wurde durch Niantic jetzt ein Schlußstrich gezogen. Das hat natürlich auch für uns Konsequenzen gehabt. Dabei geht es aber nicht darum ob jemand aus unserer Community gebannt wurde oder ob wir irgendwelche Tools nutzen. Eher geht es dabei um das spielerische Umfeld.

Vorab kann man aber eins schon einmal festhalten. Von „The Key Elements“ ist kein Spieler von dieser Banwelle betroffen und stand auch auf keiner der Listen die im Umlauf sind.

Die erste Liste die das Licht der Welt erblickte war eine Insiderliste, die durch die Enlightend aufgedeckt und veröffentlich wurde. Eine große Anzahl bekannter und unbekannter Resistance-Agenten weltweit tauchten namentlich in einem Slack-Chat auf. Dieser Chat wurde in Bezug gesetzt zu einem Tool, welches wohl Daten der Ingress-Servern abgreifen kann bzw. die COMM auslesen konnte um Informationen über Portale, Spieler etc. abzugreifen. Hier war der Aufschrei groß, es wurde gefordert, dass die aufgezeigten Spieler ausnahmslos aus dem Spiel ausgeschlossen werden sollten. Niantic schwieg zu dem Thema.

Einige Zeit später leakten Resistance-Agents eine ähnliche Liste mit Namen. Diese bezog sich auf ein Nutzerliste eines Bot, der Portalabfragen stellte. Auch hier wurde dann, jedoch von der anderen Seite, der Ausschluß der aufgeführten Agenten gefordert. Auch hier schwieg Niantic vorerst.

Letztendlich hat Niantic aber Konsequenzen folgen lassen.

 

(Quelle: https://plus.google.com/u/0/+Ingress)

Da lässt sich natürlich drüber streiten ob es ausreicht, ein Name auf einer Liste zu sein. Natürlich wissen wir nicht, was im Hintergrund gelaufen ist. Es wird sich sicher jeder denken können, dass die Verantwortlichen sich nicht nur auf eine Liste mit Namen verlassen. Schließlich kann sich jeder mit einem „Fantasienamen“ (oder Namen eines anderen Spielers) bei irgendwelchen Chats oder Bots anmelden. Daher kann man davon ausgehen, dass im Hintergrund noch andere Prüfungen gelaufen sind. Oder zumindest hoffen wir alle, dass im Hintergrund noch was passiert ist.

Wie man sieht, hat es derzeit wohl vorerst nur temporäre Folgen. Scherzhaft könnte man sagen „Die überführten Spieler haben jetzt erst einmal 30 Tage Zeit um sich PokemonGo anzusehen“. Der Ausschluss von Ingress für 30 Tage sollte von den entsprechenden Spielern als Warnschuß betrachtet werden. Eine 180 Tage andauernde „Probezeit“ wird zeigen ob die Maßnahme Früchte trägt. Welche Auswirkungen es hat, wenn Spieler z.B. mit einem alternativen Account wieder weiterspielen, bleibt offen.

Die neue Hoffnung liegt auf „Ingress Prime“ oder auch Ingress 2.0 genannt. Laut den Berichten soll diese Scannerversion, die das Spiel aus derzeitiger Sicht vorerst nur optisch verändert, es den Multi-Account-Spielern, Spoofern und Scrappern deutlich schwerer machen, die TOS zu umgehen und illegal Daten abzugreifen. Jedoch ist Ingress Prime ein anderes Thema, welches zwar auch ein neues Licht auf die Umsetzung der TOS wirft, aber wohl eher spieltechnische Einflüsse nehmen wird.

Es bleibt letztendlich zu hoffen, dass Niantic einen guten Weg finden wird, dem unfairen spielen entgegenzuwirken, jedoch die Spielbarkeit von Ingress dadurch nicht zu sehr einschränkt. Würden zum Beispiel bekannte Programme wie IITC komplett aus dem Verkehr gezogen werden, würde die Spielerbase wohl große Feldaktionen und organisierte Events wie Missiondays oder Anomalien nicht mehr so hochkarätig bespielen können, wie es derzeit der Fall ist. Derzeit kann man sagen, dass durch dieses Tool die Spieltiefe enorm gestiegen ist, Aktionen durchgeführt werden können die mit der Grundsoftware nicht möglich währen.

Hilft es vielleicht sogar, eher genau den gegenteiligen Weg zu gehen? Quellcodes freigeben? Die Möglichkeit erlauben, mit zur Verfügung gestellten Daten, eigene Programme und Apps zu schreiben? Also jedem auf legalem Weg, persönlich das Beste aus Ingress heraus zu holen ohne als Unternehmen selber Programmierer mit dieser Aufgabe zu betreuen?! Dass es funktioniert hat man bei „OPR“ bereits feststellen können. Spieler melden mögliche Portale an und können in der Gemeinschaft diese Portale positiv oder negativ bewerten. So kann der Spieler selber auf das Spielfeld Einfluss nehmen. Und im Großen und Ganzen funktioniert das hervorragend wenn man von den unbelehrbaren Spielern mal absieht, die verzweifelt versuchen, sich ein „Fake-Hausportal“ zu ergaunern.

Man darf gespant sein, wie Niantic weiter vorgehen wird.

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