„Ingress durchgespielt….“

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„Ingress durchgespielt….“ war die Aussage. Gut, natürlich ist das Ansichtssache.

  • Kann man Ingress durchspielen?geht es da nur im die AP?
  • Müssen auch alle Badgets „black“ sein?
  • Ist es erst duchgespielt, wenn die Welt komplett „blau“ ist?

Sonntag, 31.08.2014 – Das Datum dass mein derzeitiges Leben veränderte und beeinflusste. Das ist der Tag, an dem ich den Scanner zum ersten mal installierte, und nach dem Training das erst Portal mein Eigen nennen konnte.
Mittwoch, 22.11.2017 – Das Datum an dem ich Level 16 erreicht habe.

Ein Statistiker würde sagen, dass das insgesamt

  • 1.180 Spieltage
  • 3 Jahre, 2 Monate, 23 Tage
  • 101.952.000 Sekunden
  • 1.699.200 Minuten
  • 28.320 Stunden
  • 168 Wochen und 4 Tage

waren. Aber wer interessiert sich schon für Statistiken.

Blicken wir doch lieber erst einmal auf dass, was man im Spiel bis dahin alles erreicht hat.
Darunter fallen zum Beispiel eine ganze Menge an Badges, die mit der Zeit auf „black“ gewandert sind. Wie wohl bei den meisten Ingress-Spieler war dies zu aller erst die Recharger-Badge. Ich erinnere mich gut, wie mein neugeborener Sohn abends einfach nicht schlafen wollte, wenn keiner in seinem Zimmer saß. Man musste einfach nur da auf der Couch sitzen und da sein. Und dabei konnte dann in Ruhe die Homezone recharged werden.

Die begehrte Guardian-Badge. Diese stellte sich, zumindest in meinem Fall, als relativ einfach heraus. Eine dienstliche Veranstaltung in einem Tagungshotel garantierte mir den Zugang zur Hotelanlage, wo ein Portal, ganz in meinem Sinne, 327 Tage in meinem Namen überdauerte. Ich könnte mich natürlich dafür bedanken, dass kein Spoofer sich an das Portal heran gemacht hat, aber ich werde dies nicht tun. Schließlich spooft ja keiner und alle spielen fair zusammen.

Eine der schwierigsten Badges in der Sammlung dürfte die Sorjourner-Badge gewesen sein. Eisregen, Kohlfahrt, Urlaub und Dienstreisen, Magen-Darm-Virus und Familienfeiern. Alles das sind Unwegsamkeiten, die einem in die Quere kommen, wenn man wirklich 360 Tage lang jeden Tag einen Hack landen möchte. Und dennoch habe ich es insgesamt auf 373 Tage geschafft. Darauf bin ich stolz.

Andere Badges wie Translator, SpecOps oder Illuminator sind auch in dieser Auflistung zu finden. Jedoch bin ich der Meinung, dass hier einfach nur ein mehr oder weniger regelmäßiges Spielen und die Teilnahme an Community-Events der Schlüssel zu

m Sieg sind.

Durch die Teilnahme an einer Vielzahl von Operationen im Einzugsgebiet, sowie einigen Anomalien, M

issiondays und Feldaktionen finden man hier jetzt eine schöne Überleitung zu dem, was ich, außerhalb von Ingress, für mich mitgenommen habe.

Nehmen wir doch mal einige Events unter die Lupe.

Persepolis“ in Utrecht. Diese Anomalie war meine aller erste Anomalie und somit auch das erste Großereignis meiner Ingress-Laufbahn. Damals noch als reiner Cluster-Battle ausgelegt, war es ein Erlebnis, wie viele Spieler sich in der Stadt eingefunden haben.
Dieses Erlebnis widerholte sich dann auch in meiner ersten Anomalie im eigenen Land – „Abaddon“ in Hamburg. Bei strömendem Regen am Anomalietag und dem folgenden Missionday mit, gemäß dem deutschen Wetterdienst, dem regenreichsten Tag in Hamburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, war es unglaublich, wie viel Spaß man haben kann, auch, wenn man nicht nur sprichwörtlich bis auf die Unterhose nass ist.Klar, man war an diesen Tagen sichtlich genervt, aber letztendlich war es toll.
Die erste größere Ingress-Flugreise brachte mich nach Österreich. Angemeldet hatten wir uns für „Obsidian“ – Wien. Mitunter muss ich bisher sagen, dass dies mit Abstand eine der besten Anomalien war, die man mitmachen konnte. Wobei wir uns im Team vor Ort zeitweise etwas in den Haaren hatten, weil wir das erste mal zusammen das Anomalie-Thema „Shards“ miterleben durften und keiner von uns wirklich glücklich damit war. Am meisten bleibt wohl unser „TheKeyElements SwagPack“ im Kopf, von dem wir insegesamt 500 Stück mit nach Österreich genommen hatten. Gefüllt mit Bio-Cards und Aufklebern wurden uns diese Tüten regelrecht aus den Händen gerissen.
Es folgte eine kurz „Live“-Pause und ich versuchte mich als Recharger bei diversen Anomalien und konnte auch so meinen Teil dazu beitragen, dass in den Stadten Europas die Resistance immer wieder erfolgreich den Tag beenden konnte.
2017 ging es dann wieder auf die große Spielwiese. Events wie „13.MagnusReawakens“ – Stockholm war wohl die weiteste Reise, die ich extra für die Resistance auf mich genommen habe. Dieses mal aber mit neuen Regeln. Clusterbattle, Shards, Links und Felder bauen, alles in einer Anomalie. Ein buntes, spektakuläres Treiben was wieder mehr Lust auf diese Art von Events gemacht hat. Auch hier durfte der Missionday nicht fehlen.
Höhepunkt in 2017 war aber „EXO5“ – Berlin. In der eigenen Hauptstadt ein Ingress-Event der Superlative. Ingressspieler wohin das Auge reichte, ein ähnliches Spielprinzip wie in Stockholm, aber mit einer gefühlten Überlegenheit der Resistance. Ein gutes Gefühl wenn man merkt, dass der Sieg zwar hart umkämpft, aber dennoch klar war. Am folgenden Sonntag durften wir dann noch zu den wenigen europäischen Spielern gehören, die am GoRuck-Event „Operation Clear Field (OCF)“ teilnahmen. Dabei ging es dann aber nicht nur um Müll sammeln, auch sportlich ging es dabei hoch her.

 

 

Zwischen den ganzen Anomalien versuchten wir, neben eigenen, größeren Feldaktionen, an diversen Missiondays teilzunehmen. Darunter unter anderem auch Lübeck, Aachen, Lüneburg, oder Hannover.

Wenn man das hier alles so liest, wo man schon überall Ingress gespielt hat, sei es bei offiziellen Events wie oben beschrieben, eigenen Touren um Missionen zu spielen, wie zum Beispiel nochmal nach Hamburg, Osnabrück, Bremen, Bremerhaven, Lohningen, Erfurt oder Gelsenkirchen meine Heimatstadt, ist es schon echt krass, wohin man durch das Spiel gefahren ist, wo man sonst nie gewesen währe.
Dazu kommen dann natürlich noch die Orte, die man als „Privatmensch“ bereist hat oder im Urlaub gewesen ist. Da fällt mir spontan die Eifel ein, Berlin, diverse Städte im Ruhrgebiet oder diverse CenterParcs in Deutschland, Niederlande und Belgien.

Portale gibt es überall!

Jetzt haben wir 2017, es ist Winter, kalt und regnerisch. Level 16 ist erreicht und der Elan den man am Anfang hatte ist etwas verraucht. Früher ist man bei jedem grünen Alert in der Homezone vom Stuhl aufgesprungen und hat den „grünen Schmodder“ wieder weggemacht. Heute geht man das ganze doch um einiges ruhiger an.
Wir warten mal auf Ingress 2.0 und hoffen, dass ein mögliches neues Gameplay, ein neues Design oder neue Abläufe nicht noch mehr Spieler vergraulen, neue Spieler anlocken („Hallo Pokemongos“) und wir noch viele Jahre für die Freiheit der menschen kämpfen können.

EXIST TO RESIST!

One Response

  1. GravicopterMan

    Sehr schön geschrieben, und herzlichen Glückwunsch zu der erfolgreichen Reise zu Lvl 16!

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