EXO5 Berlin – Sieg und Niederlage

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Berlin – nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, auch eine Stadt im historischen Konflikt zwischen Ost und West. Aber immer wieder wird diese Stadt auch eine Hauptstadt eines anderen Konfliktes – Blau gegen Grün, Erleuchtung gegen den Widerstand, Enlightend gegen Resistance. Nur eine Seite wird den Sieg in dieser Stadt davontragen. Und das ist auch dieses mal wieder ganz eindeutig passiert. Aber genauso war dieser Sieg erneut mit einem üblen Beigeschmack versehen – der Beigeschmack einer Niederlage.

Am 4. November 2017 war es wieder soweit – Anomaliezeit! Dieses mal führte es unser Team in unsere Hauptstadt. EXO5 BERLIN stand auf dem Plan. Doch damit nicht genug. Weitere Events wie der Missionday am Sonntag, aber auch das GORUCk-Event „Operation Clear Field“, welches zum ersten Mal in Europa statt fand, wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Bereits am Freitag Vormittag reiste ein Großteil unseres Teams in Berlin an. Die anderen folgten im Laufe des Tages. Kalt war es am Bahnhof. Und so sollte es wohl auch sein um diese Jahreszeit. Die meisten machten sich mit dem Zug auf den Weg nach Berlin. Eine gute Verbindung ab Bremen, welche wir rechtzeitig gebucht hatten, macht es einfach sinnvoll, das Auto dieses mal zu Hause zu lassen. Bepackt mit Taschen, Rucksäcken, neuem Swag für die Sammler unter uns, sowie einem Tablett mit Brötchen stiegen wir in den Zug und machten uns auf die Reise. Sitzplatzreservierung sei Dank.

Der erste Tag, ein Freitag, war geprägt von der Anreise, dem beziehen der Zimmer, einer Unique-Sightseeing-Bustour, sowie den ersten Missionen eines Mosaikes das wir machen wollten und der Registrierung bei der Resistance und bei NIA. Letztendlich haben wir mit einem Teil unseres Teams circa 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. „Respekt“ an uns kann ich da nur sagen.

Große Enttäuschung machte sich breit, nachdem wir informiert wurden, dass die NIA-Swag-Pakete an diesem Wochenende noch nicht vom deutschen Zoll freigegeben wurden. Also heisst es dieses mal – Abreise ohne offiziellem Swag, Diese werden in den kommenden Wochen, so hieß es, nachgesendet oder der gezahlte Betrag erstattet. Als wenn es nicht schlimm genug gewesen wäre, dass die NIA-Packs in Berlin teurer waren als an allen anderen Anomaliestandorten. Dazu kommt noch, dass nicht mal mehr ein Patch im Pack war. Insgesamt also teurer und weniger drin.

 

NIA – wird sind zu tiefst enttäuscht!

Der Anomalietag begann mit dem Treffen des Teams an der Arena Berlin, wo auch die letzten Mitspieler sich registrieren konnten und am „Ingress Marktplace“ ihr Taschengeld an den Mann bringen konnten. Leider war die Auswahl etwas kleiner als erhofft oder erwartet. Nach einem kleinen Früh-/Mittagessen wurde das Gruppenfoto in der Halle gemacht. Ein tolles Gefühl, wieder zwischen tausenden von Ingress-Spielern zu stehen!

Mit einer Teamstärke von insgesamt 17 Agenten, waren das Team um „The Key Elements“ durchaus beachtlich und wir merkten bereits in den ersten Messungen, beim klassischen „Cluster-Battle“ dass immer mehr Frösche in unseren Bereich geschickt worden um sich gegen uns zu stellen. Jedoch konnten wir uns hier recht gut behaupten.

Um die Anomalie-Sektoren vor wilden Frosch-Links zu schützen, wurden rechtzeitig durch die RES-Orga ein Key-Farming angeordnet und wir konnten einen schönen Linkstern zaubern, der die Enlightend daran hinderte, irgendwelche Pläne in die Tat umzusetzen.

Bei den Flash-Shards konnten wir das ein oder andere Portal sicher halten und so schnell die Mehrheit der Shards für uns entscheiden. Eine, für uns, entscheidende Schlacht erlebten wir am Berliner Tempodrom.
Ein Portal, 3 Shards, viele Frösche – und wir. Lange Zeit konnten wir das Portal halten, jedoch wurden die gegnerischen Frösche durch weitere Team unterstützt. Mit einem kurz entschlossenem Sprint von DeltaMytholo zum Target-Portal, konnte in letzter Sekunde ein Link zu unserem Portal geschossen werden, über den die letzten 2 verbliebenden Shards ins Ziel springen konnten. Eine große Leistung wenn man bedenkt, dass das Target-Portal schwer umkämpft war und ständig die Farbe wechselte. Nahezu 3 Ereignisse trafen in diesem Moment, wenn auch nur sehr kurz, zusammen, um die Shards zu sichern:

  1. Das Portal war gerade blau
  2. Der Link konnte genau in diesem Moment gezogen werden
  3. Der Zeitpunkt zum Shardsprung war genau in diesem Moment.

Letztendlich konnten wir diese Messungen klar für uns entscheiden.

Zäh und lange, bei Wind und ziemlicher Kälte, zogen sich die letzten Messungen. Wir mussten Links erstellen. Ein kleiner Bereich mit mehreren Portalen wurde uns zugewiesen. Wir waren aber in der Unterzahl. Mehr als 25-30 Enlightend versuchten immer wieder, uns die Portale streitig zu machen. Ob und wie viele Links auf unser Konto gingen, vermag ich nicht zu sagen. Immer wieder wurden die Portale abgerissen, mussten Links neu aufgebaut werden und Keys gefarmt werden.
Bedingt durch das mittlerweile ekelige Wetter und der Kälte, war unsere Motivation aber schon ziemlich tief gesunken, und das gegenhalten war eher etwas halbherzig und unkoordiniert.

Aber dann freuten wir uns abschließend auf ein gemeinsames essen in einem indischen Restaurant, welches wir nach langer Suche gefunden hatten.

Noch in der Nacht zu Sonntag absolvierten wir die geforderten 6 Missionen zum Missionday, damit wir uns am Folgetag auf was viel wichtigeres konzentrieren konnten…..

GORUCK Operation Clear Field

…auch OCF genannt. Aber was verbirgt sich dahinter? Kurz zusammengefasst ist es im Grunde ganz einfach. Mit einem Team, blau, grün oder CrossFaction (wir haben es mit der letzten Variante versucht), bekommt man Aufgaben die zu absolvieren waren. Alle diese Aufgaben drehten sich im Grunde um Wohltätigkeit, Sport, Gemeinwohl und Interaktion mit den Bewohnern der Stadt. Jedes mal wenn wir Aufgaben lösen wollten, mussten wir dieses mit Fotos dokumentieren und bei Instagram mit entsprechenden HashTags veröffentlichen. (Unseren Instagram-Account kann man jetzt noch folgen unter The_Key-Elements ).

Zu den Aufgaben gehörte unter anderem

  • haltbare Nahrungsmittel für „Die Tafel Berlin“ sammeln
  • Müll aufsammeln (und damit „Glyphen“ legen)
  • Menschen helfen
  • sportliche Aktivitäten vor einem bekannten Gebäude (bei uns z.B. Rucksäcke stemmen vor dem Reichstag)
  • eine menschliche Pyramide vor einem bekannten Gebäude machen
  • Pokemon-Spieler dazu bingen, Ingress zu installieren

und noch einiges mehr.

Letztendlich hatten wir einen verdammt tollen Tag, hatten viel Spaß und haben es, mit 88 Punkten, auf Platz 4 der Gesamtwertung, unter mehr als 20 Teams, geschafft.

Mit der Übergabe der OCF-Patches an alle teilnehmenden Spieler, endete unsere Anomalie in Berlin und wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Einige von uns beendeten noch den Missionday und folgten uns dann zu den Gleisen.

Ziemlich erschöpft erreichten wir wieder unsere Heimat am späten Abend und vielen totmüde in die Betten.

Leider hat die amerikanische Resistance es nicht geschafft, unsere knappen Vorsprung aufrecht zu erhalten. So steht es zum heutigen Zeitpunkt 5,5 : 5 für die Enlightend und wir hoffen, dass wir im Dezember die noch fehlenden Punkte erhaschen können um doch noch einen Gesamtsieg davontragen zu können.

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